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In-Teams-sein: Eine Existenzform

Vor Kurzem hielt ich ein Seminar zu Teamentwicklung („Gute Teams versetzen Berge“ – nachzulesen hier). Mein Ausgangspunkt war: Teams können Berge versetzen und schier Unglaubliches leisten, aber wie?

Wir wissen aus Studien und Erfahrung, dass heterogene Teams erfolgreicher sind als homogene. Soll heissen: gerade dann, wenn wir unterschiedlich sind, unterschiedliches können (und vielleicht auch wollen?), gerade dann sind wir wirklich hochleistungsfähig. Aber noch immer ist offen: wie?

Diese Spezialisten!

In meinem letzten Unternehmen als Angestellter lief mir immer wieder eine besondere Spezies von Mitarbeiter über den Weg: Spezialisten. Nein – ohne –innen, es waren durchwegs Männer. Und das ist nicht abwertend, denn erstens sind wir BeraterInnen auch eine besondere Spezies (und man darf über sie auch denken, wie man will), und zweitens: Unsere Welt braucht sie, sogar ganz notwendig.

Von der Lust und Last der Betriebsratskaiser

Von der Lust und Last der Betriebsratskaiser

Es gibt sie – vor allem (aber nicht nur) in großen Unternehmen, vornehmlich in der produzierenden Industrie: Die Betriebsratskaiser. Meistens Männer, stehen sie weitgehend alleine an der Spitze ihrer Körperschaft und regeln alles Wesentliche.

Wirtschaftliche Entwicklung und steigende Komplexität der Betriebsratsarbeit bringt sie zunehmend unter Druck, aber das täuscht über eines hinweg: Unter Druck waren sie immer schon. Meine Prognose: Es wird sie weiterhin geben, aber nur, wenn sich die Arbeit hinter den Linien verändert, und auch ihr Typus wird sich verändern.

Was macht Pioniere aus?

Vor kurzem war ich zu Gast bei den pioneers of change – AbsolventInnen eines „Lerngangs“ („Lehren“ tun sie nicht, aus Eigendefinition) aus dem Brutkasten der Nachhaltigkeits-BeraterInnen von plenum. Die Teilnehmenden lernen in einem Jahr das Finden und Aufbauen einer eigenen Idee, eines eigenen Unternehmens zum Thema Zukunft und Nachhaltigkeit.

Was sie diesen Abend beschäftigt hat: Teil welcher größeren Geschichte sind wir? Was ist es, wovon wir Teil sind? Was mich nun beschäftigt: Warum beschäftigt sie das?

Wer führt hier eigentlich? Und wen?

„Führung“ hat sich schon vor einiger Zeit davon wegbewegt, Leuten etwas anzuschaffen. Aber was gibt es dann?

Ein Chef, der keine Mitarbeiter hat – oder doch, aber sie sind ihm nicht weisungsgebunden. Ein Arbeitsplatz, bei dem alle wesentlichen Entscheidungen nicht in der eigenen Linie fallen, und trotzdem sind sie zu managen. Kein „hartes“ Zielsystem, sondern nur ideelle Ansprüche, und meistens sind es sogar die eigenen. Ein Netzwerk an Organisationen schwimmt um die eigene Einheit, und alle haben sie eigene Logiken – und alle sind abhängig von ihm, und er ist abhängig von ihnen. Kennen Sie das?

Von der Kunst, Geschichten zu formen

Kürzlich stieß ich bei Recherchen auf das Consortium for Strategic Communication: Einem think tank, dessen Hauptfinanzquellen das US-Militär ist. Kein Wunder bei dem, was sie tun: Sie beschäftigen sich mit hoher Qualität damit, Geschichte auf den US-Kriegsschauplätzen im Nahen osten zu – nunja – „interpretieren“, soll heissen: So darstellen, dass die Amerikaner nicht ganz so schlecht aussehen.

Abgesehen von dem haut-goût, den das hat, bleibt aber die interessante Frage: Wie machen sie das? Und gelingt es auch wirklich? Und was können jene (wie ich) davon lernen, die einen emanzipatorischen, kritischen und reflektierten Zugang haben (hm, wollen)? Eine Menge.

Sterben geht schneller als Leben

Kürzlich hatte ich wieder eine Diskussion mit Polit-Profis, und mich beschlich (wieder einmal) die Erkenntnis: Politische Inhalte sind für den politischen Erfolg nachrangig. Es gilt, jeden möglichen Schachzug richtig zu setzen, um sich so Stück für Stück nach Oben zu arbeiten. Aber warum ist das eigentlich so?

Idioten unter sich

Idioten unter sich

„Idioten“, ließ ich mich kürzlich von Hermann Scheer (im Brennstoff Nr. 35) aufklären, sind nicht die Blöden: Nach dem ursprünglichen Wortsinn der alten Griechen sind „idiotai“ jene, die sich ausschließlich um ihre Privatangelegenheiten kümmern.