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Unsere Container sind voll

Unsere Container sind voll

Wir haben in uns einen Raum, in dem wir das stecken, was wir gerade nicht aushalten – Wilfried Bion nennt das „container“. Das ist gut so, denn ohne den würden wir verrückt werden – unsere Welt ist viel zu komplex für unser Hirn. Aber wenn der Container voll wird, dann beginnt er, uns zu lähmen. Und er ist gerade berstend voll: Klima, Corona, Krieg und mehr. Wie kommen wir da raus? Stück für Stück öffnen und reinschauen – wir müssen Wirklichkeit erkennen und verarbeiten.

Ich und wirksam? Ein kleiner Betrug.

Ich und wirksam? Ein kleiner Betrug.

Tausende Corona-Gegner schreien nach Freiheit – und erlebten sich einmal wieder stark in all ihrer Ohnmacht. So sehr mich das anwidert – wir alle haben diesen Antrieb: Wir wollen selbstwirksam sein, aber das geht nicht alleine. Wir brauchen einander dazu. Das gelingt, wenn wir Kooperation gestalten – „Handeln“, nennt das Hannah Arendt.

Plötzlich zahlt sich Mut aus

Plötzlich zahlt sich Mut aus

Viele Menschen berichten, dass die Corona-Krise das Entscheiden leichter gemacht hat. Dabei wissen wir nicht mehr über die Zukunft, sondern weniger. Wie das? Eine Hypothese ist: Vielleicht gibt in Zeiten der Unsicherheit der Widerstand nach, das Bestehende (das ja nicht mehr hält) festzuhalten.