Corona-Regeln im „Shutdown 3“

Die Bundesregierung verfügt zum Eindämmen der Pandemie Einschränkungen bis 7. Februar 2021. Hier steht, was sie für Coaching und Beratung bedeuten.

Stand: 17.1.2021 mit Informationen bis 25.1.2021

Zusammenfassung für die Situation ab 26.12.2020:

Ab 26. Dezember bis 18. Jänner beginnt der „dritte harte Lockdown“, der nach derzeitigem Stand bis 7. Februar dauert.

Kundenbereiche: „Nicht körpernahe Dienstleistungen“ dürfen weiterhin aufgesucht werden: Unsere Praxen dürfen geöffnet bleiben. In unseren Räumlichkeiten dürfen nur KundInnen die Maske abnehmen, und nur „wenn es auf Grund der Eigenart der Dienstleistung“ notwendig ist – wir nicht.

Arbeit „am Ort der beruflichen Tätigkeit“ ist erlaubt. Geschäftliche Kontakte (Contractings, Besprechungen) dürfen wahrgenommen werden: Wir dürfen zu unseren KundInnen gehen.

Veranstaltungen sind nur erlaubt (1) für notwendige berufliche Tätigkeiten, die nicht online möglich sind, sowie (2) „unbedingt notwendige Ausbildungen“. Diese Einschränkung wird einen Großteil unserer offenen Trainings und Weiterbildungen erschweren oder verunmöglichen. Entscheidungsverantwortlich ist der Veranstalter.

Maskenpflicht wurde ausgeweitet. Nur (1) wenn es die „Eigenart der Dienstleistung erfordert“ oder (2) bei „unbedingt notwendigen Ausbildungen“, bei denen dies „auf Grund der Eigenart der Aus- und Fortbildung“ notwendig ist, dürfen Kund*innen ohne Maske sein. Bei allen anderen Veranstaltungen und auch wenn wir Kontakt bei unseren KundInnen haben, ist die Maske zu tragen. Ab 25. Jänner müssen KundInnen eine FFP2-Maske tragen. Wir und unsere Mitarbeitenden dürfen auch konventionelle Masken mit regelmäßigen Tests kombinieren.

Ausgangssperren gelten dann nicht, wenn das besuchte Treffen (z.B. Ausbildungsveranstaltung) erlaubt ist.

Erleichterungen nach dem 7. Februar werden an diesen Möglichkeiten kaum etwas ändern. „Körpernahe Dienstleistungen“ sollen unter strengen Auflagen öffnen, soviel ist derzeit (17.1.2021) bekannt. Inwiefern uns der 2-Meter-Abstand betrifft, ist noch unklar.

Im Detail

Die Bundesregierung hat mit ihren Verordnungen wieder einmal juristische Girlanden produziert. Um diese aufzudröseln:

In Summe bedeutet das, dass derzeit zwei Verordnungen parallel in Kraft sind, wobei die 2. Covid-19-Notmaßnahmenverordnung die strengere ist, weil  sie insbesondre das Schließen von Handelsbetrieben und Ausgangsbeschränkungen über den ganzen Tag regelt. Danach greift wieder die „3. Covid-19-Schutzmaßnahmenverordnung“. Jene, die diese Girlande textiert haben, sollte man verdonnern, sie Menschen auf der Straße zu erklären.

Eine konsolidierte Fassung im RIS ist derzeit nicht auffindbar. Finden Sie eine? Bitte schreiben Sie mir!

Für Coaching und Beratung heißt dies in beiden Fällen fast das Gleiche. Anbei die derzeit gültige, strengere Regelung. Wenn die „Schutzmaßnahmenverordnung“ wieder greift, gehen u.a. die Ausgangsbeschränkungen wieder auf 20-6 Uhr zurück. Für die Beratung ist dies irrelevant, da diese in jedem Fall erlaubt sind, und das Verlassen der Wohnung zu erlaubten Zwecken immer erlaubt ist. Im Detail:

Kundenbereiche (§5)

Das Betreten von Kundenbereichen durch KundInnen ist erlaubt unter folgenden Bedingungen:

  • „Nicht körpernahe Dienstleistungen“ dürfen aufgesucht werden (§5:1). Ob der Zweck der Beratung beruflich oder privat ist, ist unerheblich.
  • Das Betreten von Kundenbereichen für „zweiseitig unternehmensbezogene Geschäfte“ ist erlaubt. Damit gemeint sind Kontakte unter Unternehmen („b2b“), wie Unternehmensberatung (§5:1).
  • „Freizeiteinrichtungen“ müssen geschlossen bleiben. Was immer wir anbieten, darf nicht zur „Unterhaltung, Belustigung oder Erbauung dienen“ (§5:3).

Folgende Einschränkungen gelten beim Betreten:

  • Offen gehalten darf nur zwischen 6 und 19 Uhr (§5:6:1).
  • Es gilt strikte Abstandspflicht, das Tragen einer abdeckenden Schutzmaske (keine Screens oder Schilde; alternativ sind Trennwände erlaubt; §5:6:4) und maximal 1 Kunde pro 10 Quadratmeter Fläche (§5:6:6).
  • Der Kunde darf auf seinen Mund-Nasen-Schutz verzichten, wenn es für die Dienstleistung erforderlich ist (der Dienstleister nicht; §5:7).

Am Arbeitsort (§6)

… gilt die 1-Meter-Distanz. Muss diese unterschritten werden, gilt Mund-Nasen-Schutz-Pflicht oder alternative Regeln zur Infektionsreduktion – die Verordnung erwähnt z.B. feste Teams oder Trennwände (§6:2).

Alten-, Kranken- und ähnliche Einrichtungen (§§10-11)

… dürfen von Personen betreten werden, die „zum Betrieb der Einrichtung erforderlich sind“ (§10:2:2, §11:2:2). Coachings und Supervisionen vor Ort sind also erlaubt. Bettenführende Einrichtungen müssen für das Einlassen einen wöchentlichen negativen COVID-19-Test und eine zertifizierte Maske (CPA) verlangen (§10:2:4, §11:2:4).

 Veranstaltungen (§12)

  • … sind erlaubt, wenn sie unaufschiebbar und zur Aufrechterhaltung der beruflichen Tätigkeit notwendig sind und nicht in digitaler Form abgehalten werden können (§12:1:1).
  • … sind erlaubt, wenn diese „zu unbedingt erforderlichen beruflichen Aus- und Fortbildungszwecken“ sind (§12:9).
  • Für Veranstaltungen in „Kundenbereichen“ gelten die Quadratmeter-Beschränkungen nicht (dafür gelten die Einschränkungen für Veranstaltungen; §12:3).

Folgende Regelungen gelten:

  • beim Betreten ist Mund-Nasenschutz und Abstand Pflicht (§12:2).
  • Ist es eine Ausbildungsveranstaltung, bei der das Tragen von Mund-Nasen-Schutz auf Grund der Art der Ausbildung nicht möglich ist, dürfen es alternative Schutzmaßnahmen sein, die das Infektionsrisiko minimieren (§12:2).

Ausgangsbeschränkung (§1)

Die eigene Wohnung darf zum Aufsuchen jeder Dienstleistung verlassen werden, die erlaubt ist – was uns erlaubt ist, anzubieten, dazu dürfen unsere Kunden uns also besuchen. Das Verlassen des Wohnorts zu beruflichen Zwecken ist ohnehin erlaubt.

Einschätzung der rechtlichen Lage

  • Einzel- und Teamsupervisionen und -coachings sind sowohl beim Kunden als auch in den eigenen Räumlichkeiten erlaubt, mit den Einschränkungen: Abstand, MNS (zumindest für den Dienstleister) und 10-Quadratmeter-Regel.
  • Größere Versammlungen sind ebenfalls erlaubt, sofern diese …
    • … am Arbeitsort des Kunden statt finden (§6; Wir BeraterInnen dürfen daran teil nehmen, weil mit unserer Anwesenheit ein „zweiseitig unternehmerisches Geschäft“ vorliegt (§5:1).
    • … unaufschiebbar und zum Erhalt der beruflichen Tätigkeit notwendig sind (z.B. ein wichtiger Meilenstein eines OE-Projekts)
  • Dass Ausbildungen erlaubt sind, wenn sie „unbedingt notwendig“ (§12:1:9) sind, ist vage – angesichts der Kürze der Maßnahme würde ich dies nur annehmen, wenn eine Verschiebung auf die Zeit nach Ende Jänner unverhältnismäßig wäre, z.B. weil ein ganzes Semester verloren ginge.
  • Die frühere Ausnahme vom Mund-Nasen-Schutz im Sitzen und Vortragen ist gefallen: Mund-Nasenschutz ist durchgehend Pflicht, außer bei Ausbildungen, die das Tragen von MNS nicht ermöglichen.

… und dann die faktische Lage:

Die Covid-19-Pandemie ist real, sie ist gefährlich insbesondre für Risikogruppen. Eine Überlastung unseres Gesundheitssystems (insbesondre die Spitals- und darin die intensivmedizinischen Kapazitäten) gefährdet auch alle anderen Menschen. Schutz vor Covid-19 ist keine individuelle Angelegenheit, sondern eine kollektive. Deswegen haben wir auch eine kollektive Verantwortung. Was immer wir tun, sollten wir uns an der Weiterverbreitung des Virus aus Gründen der Mitverantwortung nicht beteiligen. Wir finden innerhalb der rechtlichen Rahmenbedingungen unsere Möglichkeiten, mit minimalstem Ansteckungsrisiko zu arbeiten – online und in Präsenz.

Bei mir können Sie doppelt sicher sein:

  • Erstens halte ich alle Bestimmungen ein: Wir arbeiten in Distanz mit Maske.
  • Zweitens können Sie sich bei mir mit einem Antigen-Schnelltest (Spezifität: 97%) selbst testen. Ich teste mich auch regelmäßig – so sind wir alle größtmöglich sicher. Bitte melden Sie sich diesbezüglich bei mir und kommen Sie ca. 20 Minuten früher.

Quellen

Infoseite des Sozialministeriums zur Covid-19-Pandemie (meist 1-2 Tage verspätet aktuell)

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