Führung ist ein Geschehen

„Führen“ ist keine Funktion, keine Tätigkeit und keine Aufgabe, sondern: ein Geschehen, das sich zwischen Menschen entspinnt – Führung ist Beziehung. Gelingt diese Beziehung, geht es voran. Gelingt sie nicht, ist alles mühsam. Gemeinsam machen wir die ersten Schritte zu dieser radikal neuen Sichtweise, mit der nicht nur hierarchisches Führen begreifbar ist, sondern auch: quer-führen, von-unten-führen, von außen-führen, und das allerwichtigste: sich-selbst-führen.

Führungstheorien sind Kinder von Zeit und Kontext. Über Jahrzehnte wurde Führung als etwas Generalstabsmäßiges aufgefasst, ursächlich mit Personen oder Funktionen verknüpft. Diese Führungstheorien sind nun am Ende, denn sie können das komplexe Geschehen einer agilen Welt nicht mehr erklären.

Im sozialen Kontext war die Sichtweise auf Führung schon immer breiter, aber die traditionellen Führungstheorien haben diesen Blick lange verstellt. Jetzt liegen die Sichtweisen zunehmend frei und ermöglichen wahrzunehmen, dass im NPO-Bereich (auch) immer schon ohne Hierarchie, ohne formale Machtmittel, gleichberechtigt und im Team geführt wurde.

Führung als systemisches Geschehen aufzufassen, bezieht sich auf die neuesten Entwicklungen in der Organisationstheorie (Holakratie, Soziokratie), zu denen sich gerade große Unternehmen umstrukturieren. Dabei wischen wir Macht und Hierarchie nicht weg, sondern verbreitern nur den Zugang. Führung als allseitig gestaltete Beziehung aufzufassen, ermöglicht den Zugang zu einem ungleich breiteren Spektrum an Wahrnehmung und Interventionsmöglichkeiten, und damit schafft es Freiheit, Gestaltungsmöglichkeiten und Wirksamkeit.

Dies ist besonders relevant in „multi-dimensionalen Organisationen“, die mehr als nur eine Dimension für ihre Existenz erfüllen müssen.

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„Werte kann man nicht lehren, sondern nur vorleben.“ Viktor Frankl